Der Stadtseniorenrat Karlsruhe vergibt alljährlich das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Service“ an Einzelhandels-,Handwerks- und Dienstleistungsfirmen verschiedener Branchen. Die Liste der Firmen mit diesem Zertifikat ist nun um weitere 12 auf insgesamt 130 angewachsen.

Der Vorsitzende des Stadtseniorenrates, Gustav Betz, und der Vorsitzendes des Arbeitskreises Zertifikat „Seniorenfreundlicher Service“, Hanns- Christan Heyer-Stuffer, vergaben die Urkunden am Donnerstagabend im Haus Solms an folgende Unternehmen: CAP-Märkte Karlsruhe und Durlach, Malerdeck GmbH, Eisbärapotheke, Heinrich-Heine-Apotheke, Wohndekor Christiane Hollmann, Maler Linder GmbH, Schaber Plattenund Pastererarbeiten, Schloss- Apotheke, Stufenlos – Mobilität nach Maß, Schlüssel-Weiss,Elektro Wilhelm und Ernst Wohlfeil Blechnerei und Installation. Unternehmen, die sich um das Zerti.kat bewerben, werden nach mehreren Kriterien genau unter die Lupe genommen.

Im Mittelpunkt steht eine gute und individuelle Beratung der älteren Kundschaft. Kriterien sind aber auch ein barrierefreier Eingangsbereich oder die Zustellung von Waren. Das Zerti.kat wird für ein Jahr vergeben und kann beliebig oft verlängert werden. „Den Senioren gehört die Zukunft“, stellte Bürgermeister Klaus Stapf in seinem Grußwort fest. Erlobte das Zertifikat als „herausragende Idee“. Wie sehr die Bevölkerung in den nächsten Jahren altern wird und wie gut die Wirtschaft beraten ist, wenn sie Senioren als begehrenswerte Kunden wahrnimmt, führte Harald Ross, Honorarprofessor an der Rheinischen Fachhochschule in Köln, seinen Zuhörern vor Augen.

Umfragen zufolge könne man feststellen, dass „je älter der Kunde ist, um so teurer ist das Produkt, für das er sich entscheidet“. Ross wertete als Fehler des privaten Fernsehens, die werbe- und konsumrelevante Schicht auf das Alter zwischen 14 und 49 Jahre festzulegen. „Die älteren Herrschaften werden von den Medien vernachlässigt“, unterstrich er. Dabei sei die Generation 50+ mobil, aktiv, experimentier-, reise und abenteuerlustig.